← Zurück zum Blog

Technisches GEO

KI-Crawler führen kein JavaScript aus — warum Server-Rendering die Grundvoraussetzung für GEO ist | Suparanku

Die großen KI-Crawler — GPTBot, ClaudeBot und Co. — führen kein JavaScript aus. Vercels Analyse von Anfang 2025 (über eine halbe Milliarde GPTBot-Anfragen) fand keine JS-Ausführung. Inhalte, die erst nach clientseitigem Rendering erscheinen, sind für KI unsichtbar — Server-Rendering ist die Grundvoraussetzung für GEO.

Maksim Gurchenkov (CEO, Apurichoumi Inc.)

Was wir tatsächlich wissen

Vercel hat zusammen mit MERJ den KI-Crawler-Traffic im eigenen Netzwerk analysiert. Allein GPTBot erzeugte Anfang 2025 über eine halbe Milliarde Anfragen pro Monat, und das Ergebnis war eindeutig: keine Spuren von JavaScript-Ausführung. GPTBot lädt gelegentlich JS-Dateien herunter (rund 11,5 % der Anfragen), führt sie aber nie aus. ClaudeBot und PerplexityBot verhalten sich genauso.

Die Zitate in ChatGPT stammen von den Retrieval-Bots OAI-SearchBot und ChatGPT-User, während GPTBot ein Trainings-Scraper ist. Wer GPTBot blockiert, beeinflusst nur das Modelltraining; wer OAI-SearchBot blockiert, entfernt seine Website aus den ChatGPT-Antworten. Allow-/Deny-Regeln und CDN-Prüfungen müssen die Retrieval-Bots abdecken, nicht nur GPTBot.

Eine rein clientseitig in React oder Vue gerenderte Seite ist für einen KI-Crawler größtenteils leeres HTML. Wenn Ihre Produktbeschreibung und Ihre Preise erst nach der Hydration erscheinen, fließen sie weder ins Training noch in die Antwortgenerierung ein.

Prüfen Sie Ihre Website in drei Minuten

  1. Deaktivieren Sie JavaScript in den Entwicklertools Ihres Browsers und laden Sie die wichtigsten Seiten neu (Produkt, Preise, Unternehmen). Ist der Inhalt sichtbar, sind Sie serverseitig gerendert.
  2. Oder: Rechtsklick → „Seitenquelltext anzeigen“ und prüfen, ob der Fließtext im Quell-HTML vorhanden ist. Ein nacktes <div id="root"></div> ist das Warnsignal.
  3. Prüfen Sie auch Ihre CDN-/WAF-Einstellungen. Selbst wenn robots.txt KI-Bots erlaubt, blockieren manche CDNs sie standardmäßig — eine häufige versteckte Ursache: Eine Otterly-Analyse von über einer Million KI-Zitaten ergab, dass 73 % der Websites technische Barrieren haben, die KI-Crawler blockieren.

Ihre Optionen

Die klassische Google-Suche kann JavaScript rendern, aber Google selbst nennt Crawlbarkeit und Indexierbarkeit auch als Voraussetzungen für seine KI-Funktionen. Seit Dezember 2025 schließt Google jedoch Nicht-200-Seiten (Weiterleitungen und Fehler) vollständig aus seiner Rendering-Pipeline aus — clientseitiges JS auf diesen Seiten ist selbst für Google unsichtbar. Server-Rendering ist auf jeder Plattform die sichere Wahl.

Fazit

Die meisten GEO-Ratschläge drehen sich darum, was man schreiben soll. Davor steht eine technische Hürde: Kann die KI überhaupt sehen, was Sie geschrieben haben? Fließtext, der mit deaktiviertem JavaScript sichtbar ist, und ein CDN, das KI-Bots nicht stillschweigend blockiert — diese zwei Dinge zu verifizieren ist der Ausgangspunkt jeder GEO-Initiative.

Verwandte Begriffe: KI-Crawler, RAG, GEO

Quellen

  1. Vercel, “The rise of the AI crawler”
  2. OpenAI, “Overview of OpenAI Crawlers”
  3. Google Search Central, “AI features and your website”
Kostenloser Check Vertrieb kontaktieren